Studiengänge mit Praxisphasen tragfähig gestalten

Sie verantworten einen Studiengang oder Module, in denen Studierende an zwei Lernorten lernen: an der Hochschule und in der Praxisorganisation. Im Alltag laufen beide oft nebeneinander her. Ich arbeite mit Ihnen an einer Struktur, in der Praxiserfahrungen ihren Platz im Curriculum finden und die Praxisorganisationen als Lernortpartner gleichberechtigt mitziehen können. Im Coaching für Sie, im Workshop mit Ihrem Team oder als Weiterbildung über mehrere Termine.

Wenn der Studiengang läuft und Praxiserfahrungen sortiert werden müssen

Berufsbegleitende und praxisintegrierte Studiengänge stehen und fallen mit der Frage, was am Lernort Praxisorganisation tatsächlich passiert. Die Bandbreite ist groß. Manche Studierende arbeiten in einer sozialen Einrichtung, andere finanzieren ihr Studium mit fachfremden Tätigkeiten. In beiden Fällen bringen sie Erfahrungen mit, die geordnet werden müssen, damit daraus keine blinde Routine oder Fehlkonzepte entstehen („in der Gastronomie berate ich ja auch").

Kompetenzen entstehen nicht aus dem Umfeld, sondern daraus, wie Studierende ihre Erfahrungen mit dem Wissen aus dem Studium in Beziehung setzen. Das gelingt auch in einem fachfremden Umfeld, wenn Begleitseminare und Praxisgespräche so gebaut sind, dass jede Erfahrung zum Material wird. Ohne diese Begleitung bleibt Wissen träge und Erfahrung stumm.

Statt auf einen Transfer von Theorie in Praxis zu hoffen, der irgendwie passiert, schauen wir auf die beiden Lernorte mit ihren eigenen Logiken und Möglichkeiten. Daraus ergeben sich realistische gemeinsame Ziele, mit denen Sie weder Ihre Studierenden noch Ihre Praxisorganisationen allein lassen.

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Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihren Studiengang

Ein Gespräch darüber, wo es hakt und was sich mit welchem Aufwand ändern lässt.

Woran wir gemeinsam arbeiten

Struktur, die den Alltag entlastet

Gruppengrößen, Taktung der Praxisphasen, Übergänge zwischen den Lernorten, Aufgaben der Begleitseminare: Wir gehen die Struktur Ihres Studiengangs durch und prüfen, was Ihre Ziele stützt und was ungewollt Reibung erzeugt. Sie erhalten eine begründete Ordnung statt schneller Notlösungen. Und wie das "Schweigen der Könner"(Neuweg), d.h. Könnenserfahrungen am Lernort Praxisorganisation adäquat zum  Sprechen gebracht werden können. Damit Reflexion ihre Funktion der Selbstvergewisserung und Optionssteigerung erfüllen kann

Zusammenarbeit
mit den Praxisorganisationen

Wie oft Hochschule und Praxis in Kontakt sein sollen, lässt sich allgemein nicht sagen. Es kommt darauf an, was der Kontakt bewirken soll: sich kennenlernen, Erwartungen klären oder anspruchsvoll arbeitsteilig kooperieren. Wir schauen, an welchen Stellen im Studienverlauf der Kontakt was bringen soll, und wer dort wie dazubeitragen kann. Dazu gehören auch -neue- Formate für die Praxisanleitenden,  etwa monatliche Online-Treffen mit passenden Konzepten bzw. Methoden für konkrete (Alltags-)Fragen.

Sicherheit im Umgang mit dem Einzelfall

Jede Praxisorganisation ist anders, jede Studienbiografie auch. Sie und Ihr Team gewinnen Methoden, mit denen Sie Studierende in ihrem jeweiligen Umfeld begleiten können, ohne für jeden Einzelfall einem neuen Zugang suchen zu müssen. Auch weil Sie dessen spezifischen Besonderheiten nicht ausblenden müssen, sondern sicher einordnen können: Was ist hier zu tun und wie kann das erfolgen?

Entwicklung

Von der Einzel-beratung bis zur Weiterbildungsreihe

Am Anfang steht eine gemeinsame Bestimmung dessen, woran Sie arbeiten wollen. Danach wählen wir das Format. Im Einzelcoaching klären wir Ihre Entscheidungen, Ihre Rolle gegenüber Team und Hochschulleitung und die Argumente, mit denen Sie Ihren Studiengang nach innen vertreten. Der Tagesworkshop mit Ihrem Lehrendenteam gilt einer konkreten Frage: Wie begleiten wir Praxisphasen, wie gestalten wir Fallreflexion, wie sprechen wir mit den Praxisorganisationen. Dabei üben wir aus über 75 Methoden der Theorie-Praxis-Relationierung die, die zu Ihrem Studiengang passen.

Wenn es um mehr geht als um einen Impuls, arbeiten wir als Weiterbildung- ggf. auch mit Ihren Lernortpartnern-  über mehrere Termine. Zwischen den Terminen erproben Sie das Erarbeitete, beim nächsten schauen wir darauf.

Wann eine Begleitung sinnvoll ist.

Ist das angebot das Richtige für mich?

Drei Situationen, in denen Studiengangsleitungen sich bei mir melden:

Praxiserfahrungen und Studieninhalte verbinden

Ihre Studierenden machen vielfältige, zu Beginn auch widersprüchliche Praxiserfahrungen. Wir arbeiten daran, wie dieses Gemisch aus Wissen und angestrebter Handlungsfähigkeit sortiert und verarbeitet werden kann, damit weder träges Wissen noch blinde Routinen den Blick auf die eigene Entwicklung versperren.

Den Studiengang in den Gremien vertreten

In den Gremien geht es um Mittel, Deputate und Räume, also um das Gerüst Ihres Studiengangs. Sie brauchen eine Darstellung der Struktur, die fachlich trägt und die Gremien überzeugt. Wir arbeiten an Argumentationslinien und Priorisierungen, die Sie in Kompromisse einbringen können, ohne die Qualität preiszugeben.

Das Lehrendenteam zieht nicht an einem Strang

Jede Kollegin begleitet Praxisphasen anders. Ein gemeinsames Verständnis ist meist vorhanden, aber implizit. Im Workshop entsteht eine geteilte Vorstellung davon, wie Studierende ihre Erfahrungen reflektieren sollen: Der Organisationsalltag verlangt eine andere Reflexion als der Alltag mit Klientinnen und Klienten. Für die Zusammenarbeit im Team selbst gibt es die Werte-Arbeit für Teams.

Aus der Hochschule, für die Hochschule.

Ich habe zu dualen Lernorten promoviert und war 20 Jahre in der Berufspädagogik und der Didaktik beruflichen Lernens tätig. Ab 2012 hatte ich die Professur für Praxisausbildung an der Hochschule für Soziale Arbeit der FHNW/Schweiz inne. Die Fragen der Studiengangsgestaltung (Umstellung Diplom-, auf BA/MA-Studiengänge, Curriculumsrevision FHNW) und Modulentwicklung (z.B. Kasuistik in der Sozialen Arbeit) kenne ich aus der eigenen Verantwortung, nicht aus der Beobachtung.

Forschung und Lehre zur Kooperation von Lernorten seit 20 Jahren.

Eigene Erfahrung im Aufbau von Studien- und Weiterbildungsgängen.

Über 1500 begleitete Praxisausbildende, Lehrende und Teams.

Sprechen wir über Ihren Studiengang

Im ersten Gespräch klären wir, wo Sie stehen und wohin es gehen soll. Danach finden wir das passende Format.